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Wiener Musikverein - Grosser Saal
Son, 30.07.2000 - 19:30 Uhr


Orchestra Sinfonica del Friuli Venezia Guilia
Ezio Rojatti (Dirigent)
Serena Farnocchia (Sopran)

   


A. BORODIN - Eine Steppenskizze aus Mittelasien
Maurice RAVEL - ShÈhÈrazade
Peter I. TSCHAIKOWSKI - Symphonie Nr. 5

Karten / tickets
ATS 650,- / 500,- / 400,- / 250
,- / 150,-

                                                   

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 Tel  01/  96 0 96                          
                                 
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Das ÷sterreich-Debut des
Orchestra Sinfonica del Friuli Venezia Giulia 

Mit diesem Programm nimmt das Orchestra Sinfonica del Friuli Venezia Giulia seine T”tigkeit auf debutiert gleich nach seiner Gr¸ndung bereits im Grossen Saal des Wiener Musikvereins in Wien. 

Aus Italien, einem Land reich an musikalischen Traditionen, in dem verschiedene Kulturen zusammenflieþen. Aus dem ausgepr”gten Wunsch, miteinander zu musizieren, wurde ein Orchester von einzigartigem Charakter geboren. Dieses symphonische Ensemble soll eine Werkstatt sein, in der sich verschiedene Instrumentalschulen treffen und harmonisch in einer Art Koine verbinden, welche die verschiedenen Erfahrungen und Traditionen zusammenfaþt und gleichsam die Geschichte der Musik r¸ckw”rts durchschreitend die ideale Verbindung zwischen St”dten wie Wien, Salzbug, Ljubljana und Prag wiederherstellt. 

Das Bestreben des Orchestra Sinfonica del Friuli Venezia Giulia ist es, durch die universelle Sprache der Kl”nge, ein Instrument des Dialogs f¸r eine gegenseitige Bereicherung der V–lker und Kulturen Europas in einer symbolischen Umarmung zwischen Ausf¸hrenden und Publikum zu sein. 

Die gelungene Verbindung zwischen den –ffentlichen Institutionen der autonomen Region Friaul-Venezia Giulia, der Provinzen Gorizien, Pordenone, Triest, Udine und der Stadt Udine erm–glichte die Gr¸ndung des Orchestra Sinfonica del Friuli-Venezia Giulia, das sein Zuhause im neu erbauten Teatro Nuovo ìGiovanni da Udineî gefunden hat und das sich ganz ins Zeichen der Kontinuit”t einer Richtung stellt, die man von der fr¸hen Nachkriegszeit bis zum heutigen Tagen nachvollziehen kann. 

1948 fand die Begr¸ndung des Orchestra Sinfonica di Udine statt, welches sich in seinem Er–ffnungskonzert, unter der Leitung von Francesco Molinari Pradelli, neben anderen klassisch-romantischen Werken, auch mit der symphonischen Dichtung "Eine Steppenskizze aus Mittelasien" von Borodin vorstellte. Der sp”tere Leiter dieses Orchesters (das bis 1953 bestand), der ber¸hmte aus Udine stammende Komponist  Piero PezzÈ, gr¸ndete dann im Jahre 1952 das ÑOrchestra Jacopo Tomadiniì. Dieses erlebte seine wahre Taufe im Jahre 1962 unter der Leitung von Aladar James, als dieser den wichtigen Zyklus der Symphonien von Beethoven gemeinsam mit dem vor kurzen entstandenen Chor ìJ. Tomadiniî, geleitet von Mario De Marco und Albino Perosa, realisierte. In den folgenden Jahrzehnten wurde die intensive Arbeit und Konzertt”tigkeit dieser zwei Institutionen oft von ber¸hmten Gastdirigenten geleitet. In den 70ern entstand dann das Orchestra da Camera Udinese auf Initiative  des Geigers und P”dagogen Plinio De Anna.

Dies alles zeigt die symphonische Bedeutung von Udine im letzten Jahrhundert, einer Stadt, welche aber immer ber¸hmt war f¸r ihre musikalische Tradition. Man denke nur an die Cappella Metropolitana, die in der Mitte des 18. Jhdts. mit dem Komponisten Bartolomeo Cordýns den sonnigen venezianischen Concertato-Stil verbreitete. Eine musikalische Tradition die sp”ter von –sterreichischen und b–hmischen Einfl¸ssen bereichert wird und, nach der –sterr. Herrschaft, Dank des Komponisten Mario Montico den franz–sischen Kompositionsstil in sich aufnimmt und gleichzeitig die Geburt einer heutzutage noch sehr lebendigen und  wichtigen Klavierschule erlebt.

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Ezio Rojatti, Dirigent 

Begann seine musikalische Ausbildung im Instrumentalfach Orgel und Orgelkomposition am D.A.M.S. in Bologna. Sp”ter diplomierte er sich in Choralmusik und Chorleitung am Konservatorium "B. Marcello" in Venedig und in Komposition bei G. Manzoni am Konservatorium "G. Verdi" in Mailand. Danach folgten Perfektionskurse bei Carlo Maria Giulini und Leonard Bernstein, gleichzeitig ¸bte er die T”tigkeit als Assistent des Orchesterleiters an der Mail”nder Scala aus. Seit 1982 unterrichtet er Partiturlesen am Konservatorium "J. Tomadini" in Udine. Als Dirigent erlebt er eine intensive Konzert- und Aufnahmet”tigkeit als Leiter renomierter Orchester, die von der internationalen Kritik mit Enthusiasmus mitverfolgt wurde. So realisierte er eine Vielzahl von Aufnahmen bei Sonoton in M¸nchen, Bongiovanni, Nuova Era, Rivo Alto und f¸r die Reihe "Maestri della Musica" vom Verlag De Agostini und nahm f¸r den S¸ddeutschen Rundfunk, f¸r den ORF und f¸r die RAI auf. Ezio Rojatti wurde vom Mozarteum in Salzburg dazu eingeladen das Schluþkonzert des Festivals Aspekte zu dirigieren wobei auch die Erstaufnahme des "Concerto dell'albatro" von G.F. Ghedini mit dem ORF entstand. Im Dezember 1993 gewann er den ersten Preis beim Dirigentenwettbewerb "Mario Gusella". Dieser groþen Anerkennung folgten viele Einladungen italienischer und ausl”ndischer Symphonieorchester. Im Jahre 1994 er–ffnete er auf Einladung der Pomeriggi Musicali das Festival "Milano Milhaud". Seit Herbst 1999 ist er k¸nstlerischer und musikalischer Leiter der ìMitteleuropa Philharmonieî, ein internationales Orchester mit Sitz in Mailand. Unl”ngst folgte er einer Einladung als Gastdirigent des Orchestra Filarmonia Veneta "G. F. Malipiero". Seit Fr¸hling 2000 ist er Chefdirigent des Orchestra Sinfonica del Friuli-Venezia Giulia.

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Serena Farnocchia, Sopran 

Geboren 1973 in Pietrasanta bei Lucca, beginnt sie ihre Gesangsstudien bei Fernanda Piccini und Giampiero Mastromei. 1994 ist sie Preistr”gerin zahlreicher Wettbewerbe wie: "Cascina Lirica" in Pisa, "Angelica Catalani ñ Nachwuchswettbewerb" in Ostra (Ancona), "Maria Caniglia" in Sulmona, "Laura Volpi" in Rom der auch von der RAI ¸bertragen wurde und "Prima Scrittura" in Florenz ñ als Resultat davon erhielt sie die Rolle der Grilletta in der Oper "Lo Speziale" von Haydn, die im Juli 1994 beim Festival in Bagni di Lucca aufgef¸hrt wurde.  

Sie war 1995 unter den Gewinnern des V. Wettbewerbes "Luciano Pavarotti International Voice Competition" in Philadelphia und sang die Rolle der Lucia in "Lucia di Lammermoor" bei Operaextravaganza an der Accademy of Music, Philadelphia im August 1996 an der auch Luciano Pavarotti mitwirkte. 1996 nahm sie an den Meisterkursen bei Magda Olivero, veranstaltet von den Amici del Loggione der Mail”nder Scala, teil. 1997 f¸hrte sie eine TournÈe als Solistin nach Namibia und S¸dafrika. 

1997 wurde sie an der Akademie der Mailander Scala in der Abteilung f¸r lyrischen Gesang aufgenommen an der sie derzeit noch studiert. 

 bisherige Engagements:
1997 sang sie in "Adelia" von Donizetti in Bergamo, anl”sslich des 200. Geburtstages des Komponisten,  
1998 in "Tannh”user" von Wagner im Teatro San Carlo in Neapel, die Dhia in "Iris" von Mascagni in einer Gemeinschaftsproduktion von Cittýlirica (Livorno, Lucca, Pisa) und dem Teatro Sociale in Mantova. 
1998 Micaela aus Carmen in Trapani. 

An der Mail”nder Scala sang sie im April 1999 in der "Frau ohne Schatten" von Strauss unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli, im Mai 1999 wirkte sie in "Armida" unter Riccardo Muti mit, im Oktober in "Nina pazza per amore" von Paisiello, im November sang sie die Donna Anna aus "Don Giovanni". 

Kommende Engagements:
Mimi in "La BohÈme" an der Mail”nder Scala.
"Simon Boccanegra" in Venedig und St. Gallen
"9. Symphonie" von Ludwig van Beethoven in Tokio

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