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Museumsquartier-Halle E (Wien)
Fre, 09.12.2005 - 15:30 & 19:30 Uhr


& Musical - Highlights aus
Elisabeth*Mozart*Jekyll & Hyde
Uwe Kröger &
Maki Ichiro & Yoshio Inoue
Musical Festival Orchestra Vienna-Adrian Manz
 


 

 

 

Kartenpreise/Tickets
EUR 63,- / 55,- / 49,- / 38,- / 21,-

ONLINE-BUCHUNG
09.12.2005 - 15:30 Uhr
Online Ticket Order @ www.ticketbox.at

09.12.2005 - 19:30 Uhr
Online Ticket Order @ www.ticketbox.at

Karten zum Originalpreis

Karten zum Originalpreis
Tickets @ ticketline.cc
01/ 88 0 88
Kreditkarten - Nachnahme
Kartenversand per Post
täglich 08:00-21:00 Uhr

Karten an den ATO-Verkaufsstellen
click to Austria Ticket - ATO

ATO-MD #3C - festivalpromotion.net


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mit ATO-Anschluss in
W & NÖ & BGLD & VLBG
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WIENTICKET  Salettl
bei der Wiener Staatsoper

täglich 10:00-19:00 Uhr

 

 

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PLAKAT- / FLYERBESTELLUNGEN
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A - 1140 Wien * Fax +43/ 699/ 4242 5745
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Marika Lichter
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MITSUKO - Japan & Europa
Drei Weltstars stehen am 09.12.2005 nach der erfolgreichen Japan-Tournee „Diva 2004“ endlich auch in Europa gemeinsam auf der Bühne und bieten einen musiCalischen - kontinentüberspannenden - Bogen.

Beginnend mit der Geschichte Mitsukos und Heinrich Coudenhove-Kalergi. Mitsuko Aoyama - eine japanische Volksheldin aus dem Ende des vergangenen Jahrhunderts, die eine wichtige Wegbereiterin des Paneuropäischen Gedanken war und die als „Mutter der Idee einer europäischen Union“ in die Zeitgeschichte einging. Mitsukos Leben war geprägt von Ehre, Pflicht, Schönheit und Konsequenz.

Im zweiten Teil des Abends schließlich bieten die drei Musical-Stars gemeinsam mit dem Musical Festival Orchestra Vienna unter der musikalischen Leitung von Adrian Manz Hightlights aus den Musical-Hits „Elisabeth“, „Mozart“ und „Jekyll & Hyde“.

Karten für die Vorstellungen 15:30 + 19:30 Uhr sind ab sofort über das ATO- und ENTREE-System buchbar.

 

   
     

Mitsuko - die Geschichte
Der junge Adelige Heinrich Coudenhove-Kalergi aus dem alten, den Habsburgern nahe stehenden Adelsgeschlecht, kam am 29. Februar 1892 als Gesandter der Österreichisch-Ungarischen Monarchie nach Japan.
Unter dem Einfluss Schopenhauers hatte er sich dem Studium des Buddhismus gewidmet und  brannte  darauf, nach Japan zu gehen.
Bald nach seiner Ankunft traf er auf die junge Japanerin Mitsuko Aoyama, die sich nach einem Reitunfall aufopfernd um ihn kümmerte. Er bot ihr, um seine Dankbarkeit zu zeigen, eine Stelle an der österreichischen Gesandtschaft an. Zwei Wochen später reichten Heinrich und Mitsuko ihre Eheschließungsdokumente ein.
Japan war zu dieser Zeit in den Augen der meisten Europäer ein unzivilisiertes, kleines Land im Fernen Osten und Mitsuko war zudem noch eine Bürgerliche, was schnell zu Diskriminierungen führen konnte. Im Jahr nach der Hochzeit gebar sie ihren ersten Sohn, Hans (Johann), im Jahr darauf ihren zweiten, Richard.
1896, nach fast fünfjährigem Aufenthalt in Japan, kehrten Heinrich und Mitsuko aus Asien zurück und ließen sich auf Schloss Ronsperg in Böhmen nieder. Heinrichs Vater war kurz zuvor gestorben und so war nun er das Oberhaupt der Familie. Er zog sich aus dem Diplomatenleben zurück und widmete sich der Verwaltung seiner großen Besitztümer.
Die Verwandten und Freunde in der neuen Heimat kamen der Asiatin Mitsuko wenig wohlwollend entgegen, so dass Mitsuko mehr als einmal den Gedanken hegte, zurück nach Japan zu flüchten. Mit einem Privatlehrer begann sie, sich Fremdsprachen und Allgemeinbildung nach europäischer Art anzueignen.
Im Jahr 1906 starb Heinrich unerwartet nach nur 14 Ehejahren. Für Mitsuko, alleingelassen in einem fremden Land, brach die Welt mit einem Schlag zusammen.
Heinrich hatte in seinem Testament seinen ältesten Sohn Johann zum Nachfolger von Ronsperg bestimmt, doch sein gesamtes restliches Vermögen Mitsuko vermacht,, was die Familie erboste. Doch Mitsuko ließ sich nicht einschüchtern und schaffte es, Land und Vermögen bestens zu verwalten.
Nach dem plötzlichen Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 trat Japan auf der Seite der Engländer in den Krieg gegen Deutschland ein. Die Beziehungen zwischen Japan und Österreich - Ungarn wurden abgebrochen.
In der Monarchie herrschte eine geradezu hysterische Anti-Japan-Stimmung. Alle in Wien lebenden Japaner  wurden außer Landes gebracht, doch Mitsuko blieb. Der älteste und der dritte Sohn gingen an die Front, und Mitsuko meldete sich mit drei Töchtern beim Roten Kreuz. Dank ihrer aufopfernden Pflegetätigkeit wurde sie überall mit viel Symphatie bedacht.
Richard hatte mittlerweile die Universität Wien absolviert und schrieb seine Gedanken 1923 in dem Buch „Paneuropa“ nieder. Er machte darin den kühnen Vorschlag, die 28 Demokratien Europas in einem Staatenbund nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten von Amerika zu vereinen.
Richards Ideen ließen weniger das analytische Denken des Westens als vielmehr das ganzheitliche Denken der östlichen Philosophie durchscheinen. Als bekannt wurde, die Mutter des Autors sei Japanerin, bedachten die Zeitungen Mitsuko mit neuen Namen „Mutter der Idee einer europäischen Union“, „die Mutter der Idee eines vereinigten Europas“. „die Mutter Paneuropas“ etc.
Die Ideen und Aktionen, von denen Richards Leben geprägt war, hatten großen Einfluss auf die politische Denkweise in Europa und fanden ihre Weiterentwicklung und Verwirklichung nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bildung der EWG (der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft) und schließlich in der heutigen Europäischen Union.
Am 28. August 1941 starb Mitsuko unerwartet an einem Schlaganfall. 45 Jahre waren vergangen, seit sie ihre Heimat verlassen hatte. Richard schrieb über seine Mutter folgendes:

            Ihr Leben war von drei Faktoren bestimmt - von Ehre, Pflicht und Schönheit.

Mitsuko hat das Schicksal, das sie sich selbst auferlegt hat, vom Beginn bis zum Ende mit Stolz, Würde und Liebreiz getragen. 

   
     

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