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Freitag,
09. M”rz 2001 - 19:30 Uhr


Sparkassenplatz, A - 8010 Graz
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DOSHISHA SYMPHONY ORCHESTRA
Masahiko Kurano, Dirigent
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"bridges from East to West"
Gustav Mahler Symphony
Nr. 1 "Titan"
Hiroshi Oguri
"Osaka Fantasy"
Karten
ATS 470,- / 320,- / 210,- / 100,-
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an allen Austria Ticket
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DOSHISHA
SYMPHONY ORCHESTRA
1875 wurde die Doshisha Universit”t in Kyoto von einem sehr bekannten
japanischen Erzieher, Jo Niijima, gegr¸ndet. Die Universit”t besitzt
eine christliche Ausrichtung und ist heute eine der ber¸hmtesten
Privat-Universit”ten in Japan.
Das Doshisha Sinfonie
Orchester besteht aus Studenten der Doshisha Universit”t und des Doshisha
Women¥s College of Liberal Arts mit einem Mitgliederstand von derzeit ca.
150 Musikern. Das musikalische Level des Orchesters geh–rt zum h–chsten
der japanischen Universit”ten.
1925 f¸hrten 15
Doshisha-Studenten erstmals gemeinsam die Sinfonie Nr. 15 in D-Dur (Hob.
15) von Joseph Haydn in der Heimatstadt Kyoto auf. Bereits seit 1935 tritt
das DS-Orchester im Rahmen von Konzerttourneen in ganz Japan auf und
tr”gt die klassische Musik in die grossen St”dte und Provinzen Japans,
wo die Konzerte und die klassische Musik seit 70 Jahren mit st”ndig
wachsender Begeisterung aufgenommen werden.
Inzwischen zur Tradition
geworden ist das regelm”þig zur Weihnachts-zeit stattfindende Konzert
mit dem DSO und Chor sowie bekannten Solisten und Dirigenten, bei welchem
H”ndels ÑMessiahì zur Auff¸hrung gebracht wird.
Erstmals ist nun das DSO
unter seinem Dirigenten Masahiko Kurano auch in Europa zu Gast.

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MASAHIKO
KURANO (Dirigent)
wurde 1956 in Kyoto, Japan geboren und studierte Trompete bei Prof. Ubald
Schneider an der staatlichen Hochschule f¸r Musik Tokyo, wo er auch sein
Dirigentenstudium bei Shinichi Ibuki und Yoshikazu Tanaka absolvierte.
Auf Einladung der Stadt
Kiew dirigierte M. Kurano 1992 das National Symphony Orchestra in der
Ukraine und f¸hrte 1993 mit dem russischen Staatsorchester ÑMari Elì
G. Verdis ÑLa Traviataì auf. Die Auff¸hrung von Puccinis ÑMadama
Butterflyì mit dem Kiew Orchester im Jahre 1995 wurde landesweit
¸bertragen und fand ein begeistertes Echo. 1996 war M. Kurano als
Dirigent des National Philharmonic Orchestra in der Ukraine t”tig.
Die Grundlagen seiner ihm
eigenen Art, Opern zu dirigieren, erlernte M. Kurano bei dem russischen
Chefdirigenten Vyacheslav Praslov.
Masahiko Kurano ist heute
Lehrer am St”dtischen Gymnasium f¸r Musik in Kyoto und geniesst mit
seinem unverwechselbaren Stil und seiner eigenen Methodik in Japan und
dar¸ber hinaus besonders bei der jungen Generation der Musiker einen
exzellenten Ruf.

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PROGRAMM
Hiroshi Oguri
(1918-1982)
ÑOsaka Fantasyì
Gustav Mahler
(1860-1911)
Symphony Nr. 1 in D major ÑTitanì
Mit den Skizzen
zur Ersten Sinfonie begann Mahler 1885, gegen Ende seiner T”tigkeit als
Kapellmeister in Kassel und kurz nachdem er die ÑLieder eines fahrenden
Gesellenì vollendet hatte. M–glicherweise arbeitete er schon in Prag
(1885/86) an den Entw¸rfen weiter, sicher aber 1887 in Leipzig.
Mahler setzte
die zum Ausdruck gebrachte Ideenf¸lle in programmatische
Satzbezeichnungen um, war sich aber ¸ber die Benennung des Gesamtwerkes
zun”chst im unklaren: Einmal spricht er von einem ÑSymphonischen
Gedichtì, einmal von einem ÑSymphonischen Gedicht in zwei Teilenì,
von einer ÑSymphonie in f¸nf S”tzenì oder einer ÑSymphonie in
D-Durì, dann wieder von ÑTitan, einer Tondichtung in Symphonieformì,
oder kurz von ÑTitanì - unter dieser Bezeichnung wird die Sinfonie
vielfach noch heute angef¸hrt.
Mit ÑTitanì
¸bernahm Mahler den Titel eines groþangelegten Romans von Jean Paul.
Dabei ging es ihm wohl darum, eine innere Verbundenheit mit den Gedanken
auszudr¸cken, die der Dichter in seinem Roman durch den J¸ngling Albano
vortragen l”þt: Gedanken ¸ber Liebe, Freundschaft, Tod, Ewigkeit und
vor allem ¸ber das Leben der Natur.
Das Neue an
Mahlers Werk ist nicht ”uþerlicher Natur; die Orchesterbesetzung
entspricht der damals f¸r groþe sinfonische Musik ¸blichen Besetzung.
Neu ist jedoch die latente Ausrichtung des ganzen Werkes auf den
Finalsatz, und neu ist die Art der klangsymbolischen Gestaltung.
Musikalisches Material von elementarischem Charakter liefern einerseits
das ÑNaturmotivì der fallenden Quart, das quasi einen harmonischen
Raum umreiþt, andererseits das lineare Element der chromatischen Linie -
im Spannungsfeld dazwischen entstehen diatonische Themen als eigentliche
Tr”ger der musikalischen Entwicklung.
Mahler bezieht
sich in diesem Werk mehrfach auf seine ÑLieder eines fahrenden Gesellenì;
der erste Satz greift zur¸ck auf das Lied ÑGing heut' morgen ¸ber's
Feldì aus diesem Zyklus. Im zweiten Satz, einem Scherzo, ¸bernimmt
Mahler ebenfalls Motive aus einer fr¸her entstandenen Liedkomposition (ÑHans
und Gretheì). Im dritten Satz verarbeitet er den Kanon ÑBruder Jakob,
schl”fst du nochì (die deutsche Version des franz–sischen ÑFrËre
Jacquesì) sowie den Schluþteil (ÑDie zwei blauen Augen von meinem
Schatzì) des letzten aus den ÑLiedern eines fahrenden Gesellenì.
Die Bezeichnung
f¸r den dritten Satz (Ñin Callots Manierì) hat Mahler von E. T. A.
Hoffmann entlehnt. Dessen ÑFantasiest¸cke in Callots Manierì
(1814/15) sind eine Sammlung von Abhandlungen und Erz”hlungen, die
Hoffmann seinem musikalischen Doppelg”nger, dem Kapellmeister Kreisler,
in den Mund legte, dieser liebenswerten Figur, mit der Mahler –fters
verglichen wurde.
Die Erste
Sinfonie wurde am 20. November 1889 unter Mahlers Leitung in Budapest
uraufgef¸hrt.
In einem Brief,
den Mahler 1896 an den deutschen Musikkritiker Max Marschalk richtete,
meinte er, daþ es Ñirrelevant ist, was dargestellt wird ñ es kommt
nur auf die Stimmung an, welche zum Ausdruck gebracht werden sollì.
Um dem Zuh–rer
diese Stimmung zu verdeutlichen, hatte Mahler der Sinfonie zun”chst ein
beschreibendes Programm beigegeben. Bald erkannte er, daþ man, Ñwenn
man ihm [dem Publikum] ein Programmbuch in die Hand gibtÖ, es so zwingt,
statt zu h–ren zu sehen!ì, und verzichtete auf die ÑEinweihungì des
Publikums.

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Grazer Congress - Stefaniensaal

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